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Rhédey Schloss von Sankt Georgen auf der Heide

Eines der schönsten und der herausragenden Gebäude von Sankt Georgen auf der Heide

ist das zweistöckige neobarocke Schloss der Familie Rhédey. Das Schloss wurde im 17. Jahrhundert von dem Fürst Rhédey László an dem Ort des alten Gebäudes gebaut.

Orbán Balázs schreibt in seinem Werk nach den Aussagen der Alten,  dass es früher ein Kloster,  das der reformierten Kirche gehörte, am Ort des Schlosses gab, und dass es zwischen den Gebäuden über dem Weg eine Brücke gab. Leider hat man keinen Beweis, dass diese Brücke existierte.

Den Zeitraum, in dem das alte und das gegenwärtige Schloss gebaut wurden, kann man genau mit Hilfe der Inschriften von Benkő Károly an der östlichen Tür des Schlosses feststellen:

 „Doma Aedesquas vides Ad amonea cucull. Littora Cum ipsis Patriae initiis sitos Et jam A MDCLXIII vetustate collapsos

Ab uno majorum Renovatas Nunc vicissim injuria temporum Desolatas Regius per Abam et Saroltam S: Stephanni Sanguis Legitimus harum haeres”

„Comes et Reg. Camerarius Ladislaus Rhédei de Kis Rhéde Cum Conjuge Carissimo Aghneta Baronissa Intzédi de Nagy Várad Annis MDCCCVII-MDCCCIX. Ad insignem hanc molem Cultu sane splendidiorem ut esse hic Sibi et suis posterisque eorum Fixa pietatis pacis et concordiae Sedes Restituerunt...”

Das bedeutet, dass das alte Schloss 1569 gebaut wurde. Dieses hatte hohe Türme, große und verzierte Säle, und aus diesen Sälen konnte man durch die Brücke in die gegenüberliegenden Kirche gehen. In den in der reformierten Kirche gefundenen Urkunden erscheint 1774 eine Beschreibung des alten Schlosses mit drei Türmen, von denen nur ein ist geblieben. Der Besitzer des alten Schlosses war die Familie Kornis, und seit dem Jahr 1647 gehört dem Fürst Rhédey, der aus der Familie Aba stammt.  Das Schloss wurde von Bethlen Gábor einem Vorgänger von László Rhédey, János Rhédey, gespendet. Der Letztere hat seine Besitztümer und Reichtümer mit seinem Bruder aus Ungarn, István Rhédey, ausgetauscht, um in das Schloss von Sankt Georgen auf der Heide sich niederlassen zu können. Die Schriften bestätigen, dass die Schloss-Renovierung 1809 beendete.

Die Decke des Flurs und des Saals im ersten Stockwerk wurden im Neobarockstil mit Schablone gemalt und die anderen Säle wurden weiß gemalt. Die Säle im Erdgeschoss haben eine Gewölbedecke. Das Untergeschoss, das Erdgeschoss und das Stockwerk haben zusammen 13 Zimmer um der im barocken Stil verzierten Treppe aus Holz. Die Verbindung mit dem Dachgeschoss ist durch eine enge Wendeltreppe in der dicken Wand gewährleistet.

Die Fassade ist schön geschmückt nach den Kunstregeln des späteren siebenbürgischen Barocks und hat ovale Fenster, während die gegenständige Fassade ist einfach und hat als einzige Architekturelemente nur sechs dorischen Säulen als auch die verzierten Rundbogenfenster im ersten Stockwerk.

Der Park um dem Schloss wurde auf einer Druckgrafik aus vergangenem Jahrhundert  verewigt, aufgrund deren man einen wunderschönen französischen Garten beschreiben kann. Im Laufe der Zeit hat die Fläche dieses wunderbaren Gartens gegen Bauten und Kulturland verloren, und ist nur ein kleiner Park mit einem Springbrunnen geblieben. Heutzutage ist alles verschwunden.  Der Entwurf des Gartens wurde von Beurey Ferenc, dessen Gedenksäule neben der reformierten Kirche liegt,  gemacht und ausgeführt. Beurey Ferenc ist 1774 im Bruxelles geboren und starb 1835 im Sankt Georgen auf der Heide.  Von den schönen Hecken um dem Schloss sind 1903 nur ein paar geblieben und bis 1910 wurden alle zurückgeschnitten.  Die Bäume wurden von einem eifrigen Parteisekretär gefällt.

Auf dem Kalandus Hügel gibt es einen Bau, Krypta genannt, die heutzutage leer ist. Eine alte Geschichte sagt, dass die Krypta und das alte Schloss durch einen Tunnel verbunden wurden.

Die aus dem vergangenen Jahrhundert Druckgrafik bietet man ein Bild des Parks. Man kann so die mit Rasen bedeckten Flächen, die Serpentinenalleen für Spazieren, in der Mitte der Büsche einen Springbrunnen mit einem hohem Wasserstrahl, und im Hintergrund die Wälder, die das Schloss umschließen, und endlich die reformierte Kirche sehen. Diese Druckgrafik vermittelt uns eine Ahnung von der Pracht und der Schönheit des französischen Gartens, der selbstverständlich nicht der Einzige in Siebenbürgen war.

1885 wurde der Grundbesitz Rhédey zu einem Edelmann, Schuller Rudolf, verkauft und 1935 wurde von dem Staat gekauft. Das Gebäude, das 1948 nationalisiert wurde, war von Ämtern besetzt und 1960 beherbergte es die Schule von Sankt Georgen auf der Heide. 2011 begann die Renovierung des Schlosses mit Hilfe des Ministers für Kultur. Heutzutage gibt es ein Touristeninformationszentrum im Erdgeschoss des Schlosses. Im ersten Stockwerk wird man nach den Plänen der Stadtverwaltung ein Gedenkmuseum für die Fürstin Rhédey Claudia einrichten, und das Untergeschoss als Weinkeller für die Weine, die innerhalb dem Karpatenbogen hergestellt sind, benutzen.

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