regio UE GR MDRAP sdp fonduri_ue
Search

Die Reformierte Kirche von Sankt Georgen auf der Heide

Die Reformierte Kirche von Sankt Georgen auf der Heide, Mures Kreis, wurde im gotischen

Stil in dem späten 13. Jahrhundert und frühen 14. Jahrhundert gebaut. Die Kirche ist 1333 dem heiligen Georg geweiht. Sie hat viele architektonische und konfessionelle Veränderungen  im Laufe der Zeit erfahren. Die erste Veränderung geschah zwischen den Jahren 1730 – 1760 mit der finanziellen Unterstützung der Freiherrin Wesselenyi Kata (die Frau des Freiherrs Rhedey Zsigmond). Die Decke des Kirchenschiffs wurde mit Kasetten vorgesehen, die Kanzel wurde von Sipos David gemalt und mit einem Deckel ausgestattet, und an der Decke des Altarraums wurde das Wappen der Familie Wesselenyi gemalt. Die zweite Renovierung ist zwischen den Jahren 1935 – 1936 nach dem Entwurf des Architekts Debreceni Laszlo  durchgeführt. Die Form der Fenster und des Seiteneingangs als auch die Kasetten des Schiffs wurden verändert. Unter der Kirche gibt es eine Krypta, die 1614 wegen der Pest gemauert wurde. Ursprünglich war die Kirche Römisch-Katholisch mit den Wänden voller Freskogemälden im Innen- und Außenraum. Dann am Anfang der 1600er wurde sie reformiert, für eine kurze Weile unitarisch, und 1640 noch einmal reformiert.

Die Kirche ist bekannt dafür, dass die Fürstin Rhedey Claudia, die Ururgroßmutter der Königin Elisabeth II. von England,  hier beerdigt ist.

Tochter des Fürstes Rhedey Laszlo und der Fürstin Inczedi Agnes, Claudia hat für eine Weile in Klausenburg, in dem Gebäude an der Ecke von Napoca und Piaţa Unirii Straßen gewohnt. Sie war für ihre Schönheit berühmt. Bei einem Ball in Wien hat ihren zukünftigen Mann, der Herzog Alexander von Wurtemberg, kennengelernt. Aus dieser Ehe waren zwei Mädchen und ein Junge geboren. Claudia starb im Alter von 29 Jahren bei einem Unfall in Graz, während sie schwanger mit dem vierten Kind war. Ihr trauernder Mann erfüllte ihren letzten Wunsch. Er brachte sie nach Hause und beerdigte sie in der Kirche von Sankt Georgen auf der Heide. Der Sohn von Claudia wuchs in England, übernamm den Titel seines Vaters (Francisc von Teck), und heiratete Prinzessin Adelaide. Ihre Tochter, Prinzessin Mary Victoria von Teck wurde die Frau des Prinzen Wales George V., der 1910 als König von Groß Britanien gekrönt war.

Mary Victoria hat der Kirche zwei Gedenktafeln in Ehre ihrer Großmutter, eine 1904 als Prinzessin von Wales und die andere 1936 als Königin von Groß Britanien, gesandt. Diese Tafeln befinden sich in der Kirche.

Der Thronfolger war ihr Sohn, George VI., und danach seine Tochter Elisabeth II., die heutige Königin von Groß Britanien, die Ururenkelin von Claudia. Am 8. Mai 2008 hat Prinz Charles die Kirche besucht und einen weißen Lilienstrauß unter die Gedenktafel seiner Urururgroßmutter gelegt. Er hat bei dieser Gelegenheit in dem Gästebuch unterschrieben.

 MG 0710

 

 MG 0640